Hochschulpolitische Leitlinien

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Antrag beschlossen vom 30. LaKo am Unbekannter Zeitraum
Antragsteller: Unbekannte Antragsteller
Gültigkeit: unbefristet


Hochschulpolitische Leitlinien

Die Jungen Liberalen treten auch weiterhin für ein nebeneinander von Fachhochschule und Universität ein, wobei wieder verstärkt auf das Profil der Fachhochschule als praxisbezogene Hochschule und der Universität als wissenschaftliche Hochschule zu achten ist. 1. Die Fachhochschulen Die Fachhochschulen sind in den Bereichen, die sie abdecken, auf größere Studentenzahlen auszubauen und als praxisbezogenes Äquivalent zur Universität verstärkt zu fördern. Diese Förderung kommt durch eine den Universitäten gleichgestellte Ausstattung, sowie gleiche Tarifgruppen der Professoren zum Ausdruck. In der Anerkennung von Fachhochschulabschlüssen soll der öffentliche Dienst eine Vorreiterrolle übernehmen, indem er sie als gleichwertig anerkennt und entsprechend bezahlt. Das Lehrangebot und die Prüfungsordnungen müssen ein Studium in acht Semestern zulassen, ohne auf die bisher üblichen Praxissemester zu verzichten. 2. Die Universitäten Die Universität soll durch den verstärkten Ausbau der Fachhochschulen entlastet werden und besser ihre Aufgaben der Forschung und Lehre erfüllen. Bewährte Regelungen zur Studienzeitverkürzung wie der "Freischuss" sind auf weitere Studiengänge auszuweiten. Die Fakultät muss mit der Entrümpelung von Studienplänen und Examensanforderungen zu einer Konzentration auf das Wesentliche beitragen und auf diese Weise die Studiengänge beschleunigen. Darüber hinaus kann die Studienzeit durch intensive Betreuung der Studienanfänger in ver besserten Einführungsveranstaltungen und fortdauernde Betreuung von Studenten in der Anfangsphase verkürzt werden. Um eine größere Effizienz der Mittelverwendung sicherzustellen, sollte das Budget als Ganzes an die Fakultät überwiesen werden und von einem Universitätsgremium unter Beteiligung der Studenten auf die einzelnen Lehrstühle verteilt werden. Zu einer Minimierung der Studiendauer ist es erforderlich, den Studenten finanzielle Anreize zur Beendigung des Studiums in der Regelstudienzeit zu geben. Ein Abschluss des Studiums nach Vollendung des Grundstudiums erscheint wegen der sehr breit angelegten Struktur des Grundstudiums kaum als wünschenswert, außerdem ist die Akzeptanz dieses Abschlusses in der Wirtschaft fraglich. Die Qualität der Vorlesungen soll durch eine sich im Gehalt des Professors niederschlagende Bewertung durch Studenten gesteigert werden. Dies sollte aber nicht in Form eines Hörergeldes geschehen, da hierfür mangels konkurrierender Vorlesungen die Voraussetzungen fehlen und die sozialen Folgen ein Hörergeld verbieten. 3. Die Weiterbildung Bildung ist ein lebenslanger Prozess. Als Zwischenstufen zwischen Hochschule und beruflicher Tätigkeit im Anschluss an eine Lehre sollen Berufsakademien für die Möglichkeit der ständigen Weiterbildung sorgen. 4. Die privaten Anbieter Wegen der beschränkten staatlichen Kapazitäten sind die Jungen Liberalen der Meinung, dass vermehrt private Organisationen ermuntert werden sollen, Ausbildungsmöglichkeiten anzubieten. Die Studiengebühren für Bedürftige sind durch staatliche Stipendien abzusichern.

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