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Antragsleitfaden

Du möchtest deine Mitgliedsrechte nutzen und auf dem nächsten LaKo selbst einen Antrag einreichen? Super! Doch wie macht man das und was sollte man beachten? Dieser Leitfaden schafft Abhilfe.

Inhaltsverzeichnis


Bevor du einen Antrag schreibst

Wie oben bereits erwähnt, weisen wir dich gerne darauf hin, das bei uns jedes Mitglied antragsberechtigt ist - das heißt, auch du darfst, sofern du Mitglied der JuLis bist, beim nächsten LaKo einen Antrag einreichen. Wenn du also ein wichtiges Thema hast, das dir auf den Nägeln brennt und zu dem wir unbedingt mal Stellung beziehen sollten, zögere nicht, einen solchen Antrag zu schreiben. Bevor du dies aber tust, solltest du folgendes beachten:

Relevanz
Das Thema sollte mindestens für das gesamte Land Bayern von Relevanz sein und nicht bspw. nur für einen bestimmten Ort - in solchen Fällen ist es sinnvoller, den Antrag auf niedrigerer Ebene zu stellen.
Redundanz
Es ist kein Problem, bestehende Beschlusslage wieder zu ändern, doch bevor du einen Antrag schreibst, solltest du prüfen, ob wir nicht bereits etwas ähnliches auf Landesebene beschlossen habe. Durchsuche dafür am besten dieses Wiki, denn hier ist die Beschlusslage gesammelt.

Bitte beachte, dass o.g. Hinweise nur Tipps sind - es gibt keine offiziellen Regeln, nach denen ein Antrag gültig oder nicht wäre.

Schreiben des Antrags

Du bist nun also zu dem Schluss gekommen, dass es sinnvoll wäre, wenn die JuLis Bayern zu deinem Thema mal einen Beschluss hätten. Nun geht es an das Schreiben des Antrags. Das kann manchmal komplizierter sein, als man denkt, aber hier Schritt für Schritt erklärt:

Formalia

Jeder Antrag erfordert einige formale Angaben. Das sind:

Antragssteller
Hier schreibst du deinen Namen und ggf. weitere Unterstützer hin (wichtig: diese musst du vorher um Erlaubnis bitten!)
Gültigkeit
Beschlüsse werden bei uns mit einer Gültigkeitsdauer versehen (auch "Sunset-Klausel" genannt). Läuft diese ab, werden sie erneut einem LaKo vorgelegt, der dann darüber entscheidet, ob er den Antrag verlängert oder nicht. Dabei ist entscheidend, wie lange du die Relevanz für den Antrag gegeben siehst - wenn das Thema möglicherweise in zwei Jahren bereits erledigt sein wird, so wäre es nicht sinnvoll, den Antrag unbegrenzt gültig zu machen. Geläufig sind bei uns die Möglichkeiten 1 Jahr, 5 Jahre, 10 Jahre und unbegrenzt.

Antrag selbst

Nun zum Inhalt:

Titel

Ein guter Antrag hat einen prägnanten Titel, der den Inhalt kurz und knackig auf den Punkt bringt. Das hat nicht nur den Vorteil, dass er leichter verstanden wird, sondern erhöht auch die Wahrscheinlichkeit, dass er später "hochgemüllert" wird (was das heißt, erfährst du noch). Auch kreativ oder ein bisschen provokant sein ist erlaubt.

Beispiel

Nehmen wir z.B. das Tanzverbot:

"Stille Feiertage = Tanzverbot? Wir tanzen trotzdem!"

Im Idealfall vermeidet man, den halben Antrag bereits in die Überschrift zu packen. So sollte man es auf keinen Fall machen:

"Man darf an stillen Feiertagen nicht tanzen, was eine Einschränkung von Bürgerrechten darstellt - die JuLis Bayern wollen das ändern!"

Antragstext

Einleitung
Zunächst ist es wichtig, darüber aufzuklären, was das Problem ist bzw. was einen auf die Idee gebracht hat, diesen Antrag zu verfassen. Die Präambel oder das Vorwort dienen also dazu, den Sachverhalt erst mal objektiv darzustellen. Da kann dann so aussehen:

Die Jungen Liberalen Bayern sind der Überzeugung, dass Menschen ihren Glauben an stillen Feiertagen auch dann praktizieren können, wenn anders bzw. nicht-gläubige Menschen an diesen Tagen tanzen. In Bayern gibt es zehn der sogenannten "Stillen Feiertage", an denen es freien Bürgern nicht gestattet ist zu tanzen. Dies ist im aufgeklärten Europa ein unhaltbarer Zustand. Die JuLis Bayern fordern daher:

Kerninhalte
Nun, da jedem der Sachverhalt klar geworden ist, kann man seinen Lösungsvorschlag bzw. Forderung in Stichpunkten oder in ganzen Sätzen ausdrücken:
  • Die Abschaffung jedweder Sonderregelungen für Bürger an "Stillen Feiertagen"
  • Die Aufhebung entsprechender Auflagen für alle Discotheken-Besitzer

Begründung

Eine schriftliche Begründung ist optional und hilft, die Intention des Antrags besser zu verstehen. Oftmals kann es sinnvoll sein, lange Begründungen für bestimmte Forderungen nicht in den Antragstext selber, sondern in die Begründung zu packen. Die Begründung ist nicht Teil der Beschlusslage und sollte daher keine neuen Forderungen enthalten - sie dient lediglich dem Verständnis und der Überzeugung des Lesers.

In vielen Anträgen ließt man da, wo die Begründung kommen sollte, oft die Phrase "Erfolgt mündlich". Das bedeutet, dass der Antragsteller den Antrag am liebsten selbst vor dem LaKo mündlich begründen möchte und somit auf eine schriftliche Begründung verzichtet. Dies birgt allerdings die Gefahr, dass ein Antrag beim ersten Lesen nicht verstanden und somit nicht hochgewählt wird - und du nicht die Chance bekommst, ihn zu begründen. Dennoch bleibt eine schriftliche Begründung komplett freiwillig und wird bei kurzen Anträgen zumeist auch nicht in Anspruch genommen.

Der fertige Antrag

Hier ein Beispiel für einen ausformulierten Antrag:

Antragsteller: JuLis Musterstadt, Max Mustermann, Maxima Muster
Gültigkeit: 5 Jahre

Stille Feiertage = Tanzverbot? Wir tanzen trotzdem!

Die Jungen Liberalen Bayern sind der Überzeugung, dass Menschen ihren Glauben an stillen Feiertagen auch dann praktizieren können, wenn anders bzw. nicht-gläubige Menschen an diesen Tagen tanzen. In Bayern gibt es zehn der sogenannten "Stillen Feiertage", an denen es freien Bürgern nicht gestattet ist zu tanzen. Dies ist im aufgeklärten Europa ein unhaltbarer Zustand. Die JuLis Bayern fordern daher:

  • Die Abschaffung jedweder Sonderregelungen für Bürger an "Stillen Feiertagen"
  • Die Aufhebung entsprechender Auflagen für alle Discotheken-Besitzer

Begründung: Erfolgt mündlich.

Antrag einreichen

Fertig! Nun musst du den Antrag nur noch (fristgerecht!) einreichen. Im Vorfeld der LaKos wird ein Online-Formular auf der Plattform "MeineFreiheit" freigeschaltet, in dem du die Anträge ganz einfach an uns schicken kannst. Wie das funktioniert, erfährst du in der MeineFreiheit Klickanleitung.

Beim LaKo

Hast du deinen Antrag erfolgreich eingereicht, so wird er in das Antragsbuch übernommen.

Alex-Müller-Verfahren

I.d.R. wird zu Beginn des Kongresses das "Alex-Müller-Verfahren" angewendet, bei dem die Antragsreihenfolge bestimmt wird. Diesen Vorgang nennt man auch "Müllern". Dabei werden die Antragsnummern je nach Präferenz aufgeschrieben und abgegeben. Die Anträge mit den meisten Stimmen werden zuerst behandelt, es folgen die mit den wenigeren. Kann dein Antrag aus zeitlichen Gründen nicht mehr behandelt werden, so wird er meistens an einen Landesarbeitskreis oder den erweiterten Landesvorstand weiterverwiesen.

Antragsberatung

Wird dein Antrag aufgerufen, musst du ihn begründen. Daraufhin folgt die Debatte mit anschließender Abstimmung. Näheres dazu erfährst du im weiterführenden Kongressleitfaden.

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