Grundsätze liberaler Hochschulpolitik

Aus JuLis Bayern
Wechseln zu: Navigation, Suche


Antrag beschlossen vom 17. LaKo am Unbekannter Zeitraum
Antragsteller: Unbekannte Antragsteller
Gültigkeit: unbefristet


Grundsätze liberaler Hochschulpolitik

Weitere Sofortprogramme mit dauerhaften und entschiedenen Verbesserungen im personellen und materiellen Bereich, besonders für die am meisten vom Notstand betroffenen Universitäten. Das Volumen des Überlastprogrammes muss mindestens verdoppelt werden. Dabei darf es keine Gewichtung unter verschiedenen Studiengängen geben, auch keine Bevorzugung von Studiengängen mit "guten Berufsaussichten". Verbesserte finanzielle Unterstützung der bayerischen Studentenwerke (Mensen, Studentenwohnheime), Studentenvertretungen und Studenten allgemein. Reform der Studieninhalte ohne zusätzliche Überfrachtung von Studienordnungen. Wiedereinführung der verfassten Studentenschaft ohne imperatives Mandat. Verbesserung der Studienberatung. Ausbau und Erleichterung von Verfahren zur Genehmigung von Drittmittelforschung. Liberalisierung von Studienordnungen, so dass eine eigenverantwortlich gestaltete Ausbildung in verschiedenen Fächern anerkannt abgeschlossen werden kann. Die sofortige Besetzung aller vakanten Lehrstühle. Den verstärkten Ausbau des akademischen Mittelbaus durch Vermehrung der Stellen und bessere Bezahlung für studentische Hilfskräfte, die die Assistenten in ihren Aufgaben entlasten und denen darüber hinaus die Möglichkeit gegeben wird, durch Arbeit in ihrem Fach ihre finanzielle Situation im Studium zu verbessern. Sofortmaßnahmen, um die an vielen Hochschulen bedrückende Raumnot zu lindern, z.B. durch Nutzung von Räumen öffentlicher Schulen. Den zügigen Ausbau von Studentenwohnheimen, um die Unterkunftssituation für die Studierenden vor allem in Großstädten zu verbessern und den angespannten Wohnungsmarkt zu entlasten. Eine Sonderaktion zur Beschaffung von Büchern und die Verlängerung der Öffnungszeiten der Universitätsbibliotheken. Langfristig müssen die geplanten Ausbauziele jedoch deutlich nach oben korrigiert werden, da die Anzahl der Studenten bis zum Jahr 2000 nicht sinken wird. Weitere Maßnahmen sind dringend notwendig, um durch die Verbesserung der Studiensituation die Studienzeiten zu verkürzen: Einführung von mittleren Studienabschlüssen durch Anerkennung von Zwischenprüfungen etc. als berufsqualifizierend. Überprüfung und Neugestaltung der Studien- und Prüfungsordnungen, um sicherzustellen, dass das Studienziel in der vorgeschriebenen Regelstudienzeit erreicht werden kann und interdisziplinäre Ausbildung erleichtert wird. Bessere Aufklärung der Studierwilligen und Studierenden über die jeweiligen Studienbedingungen und -dauer an den einzelnen Hochschulen und Verbesserung der Betreuung während des Studiums. Die Zentralstelle zur Vergabe von Studienplätzen (ZVS) in Dortmund durch ein Auswahlverfahren an den aufnehmenden Hochschulen zu ersetzen zu ersetzen, sobald die Hochschulen durch Ausbau ihrer Kapazität mit dem notwendigen Personal ausgestattet sind. Die Neuregelung des BaföG nach den Vorschlägen der Expertenkommission vom November 1988 mit zusätzlicher Anhebung der Elternfreibeträge, um die materiellen Voraussetzungen für ein erfolgreiches Studium zu schaffen. Zinsgünstige Darlehen für Studierende, die auch weiterhin nicht unter die BaföG-Förderung fallen. Wir Jungen Liberalen in Bayern begrüßen uneingeschränkt die legalen und friedlichen hochschulpolitischen Aktionen in den letzten Wochen, z.B. in Erlangen, Augsburg und München. Die durch diese Aktion gewonnene öffentliche Aufmerksamkeit und der erreichte breite Konsens in der Bevölkerung müssen jetzt für weitere Verbesserungen der Situation an den Hochschulen genutzt werden.

Meine Werkzeuge
Namensräume

Varianten
Aktionen
Navigation
Soziale Netzwerke
Werkzeuge
Sonstiges