Für ein Miteinander mit körperbehinderten Menschen

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Antrag beschlossen vom 55. Landeskongress am N/A
Antragsteller: unbekannt
Gültigkeit: unbegrenzt


Für ein Miteinander mit körperbehinderten Menschen

Die Jungen Liberalen setzen sich für ein von Toleranz geprägtes Zusammenleben aller Bevölkerungsgruppen der Gesellschaft ein. Dies schließt nicht nur die Integration von Ausländern, die Gleichberechtigung der Geschlechter oder die Gleichstellung von homosexuell orientierten Mitbürgern ein. Die Gruppe der körperbehinderten Menschen wird aus diesem Prozess leider allzu oft ausgeblendet. Dies geschieht aus mangelndem Problembewusstsein, fehlenden Kontakt mit behinderten Menschen und dem nie erlernten Umgang vieler Mitbürger mit Behinderten. Daraus folgt die Angst vor dem Unbekannten, welche in der alltäglichen Diskriminierung endet. Viele behinderte Menschen sind von klein auf sozial isoliert und stoßen auf Ablehnung. Gesetze zur Quotierung bei der Vergabe von Arbeitsplätzen, nicht behindertengerechte Bauten oder Freizeitangebote wie Gaststätten oder Debatten über pränatale Diagnostik tragen Ihr weiteres zur Ausgrenzung bei. Der Wunsch nach Perfektion erzielt perverse, ausartende Tendenzen.

Der Ausweg aus dieser Fehlentwicklung besteht in der Aufklärung und einem Umdenken der Gesellschaft. Daher schlagen die Jungen Liberalen vor: Eine breit angelegte Kampagne zur Anerkennung einer öffentlichen Diskussion. Hierzu gehören Anzeigen, Werbung in Funk und Fernsehen, Podiumsdiskussionen, Projekttage an Schulen, Seminare u.ä. Der Aufbau einer Stiftung für Menschlichkeit und Toleranz wäre ein erstrebenswerter Weg und könnte als Garant der Kontinuität dienen. Zusammenarbeit mit bestehenden, meist ehrenamtlichen Interessensgruppen zur Lösung einfacher Probleme, die das Leben eines Behinderten im Alltag erschweren, wie bei ÖDNV und Bahn. Eine Vernetzung integrativer Maßnahmen ist zu fördern, ohne den Kommunen Spielraum für regionale Konzepte zu nehmen. Zur Verhinderung der sozialen Isolation ist auf eine tolerante Prägung aller Bürger von Kindesbeinen an hinzuwirken. Aufklärung in Schulen und Kindergärten und die Integration von körperbehinderten Kindern in Kindergartengruppen und Schulklassen ist hierbei unerlässlich. Auch integrative Spielplätze sind ein Mittel zum Miteinander. Kirchen, Bildungsstätten aller Couleur und Jugendclubs sollten verstärkt eingebunden werden.

Das Motto lautet: Dialog fördert Toleranz und erzeugt Verständnis für die Bedürfnisse anderer.

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