Förderung statt Diskriminierung in bayerischen Lehrplänen!

Aus JuLis Bayern
Wechseln zu: Navigation, Suche


Antrag beschlossen vom 83. LaKo - Augsburg am 14. - 16. Juni 2013
Antragsteller: JuLis Unterfranken
Gültigkeit: 5 Jahre

Schlüsselwörter: Homoehe, Unterricht, Bildung, Kultusministerium


Förderung statt Diskriminierung in bayerischen Lehrplänen!

Die Jungen Liberalen Bayern fordern, dass das bayrische Staatsministerium für Unterricht und Kultus bis zum Beginn des Schuljahres im September 2017 die Lehrpläne für alle vom Land Bayern beaufsichtigten Schulen dahingehend überarbeitet, dass Lebenspartnerschaften (sog. Homo-Ehen) als vollwertige Lebensgestaltung dargestellt werden. Der vom Grundgesetz verlangte besondere Schutz für Ehen und Familien soll sich auch auf Lebenspartnerschaften erstrecken. An die Stelle der Formulierung Sicherung des Fortbestands der Gemeinschaft und ähnlichen Formeln soll das Ziel der dauerhaften Übernahme von Verantwortung füreinander als kleinste Einheit der Gesellschaft treten.

Das Kultusministerium wird im Rahmen der Überarbeitung der Lehrpläne und Richtlinien bis 2017 die fachdidaktischen Maßstäbe in den Fächern Sozialkunde, Biologie, Deutsch und lebenden Fremdsprachen um geeignete Themen erweitern, die den Schülern ein vorurteilsfreies Mit- einander ermöglichen. Themen, die lesbischen, schwulen, bi-, trans- und intersexuellen Jugendlichen während der entsprechenden Phase des Erwachsenwerdens möglicherweise begegnen, sollen vorbereitend im Unterricht erarbeitet werden.

Begründung: In den bayerischen Lehrplänen werden Schwule und Lesben immer noch diskriminiert. Besonders sticht hier das Lehrplant für Biologie an den bayerischen Realschulen hervor. Dort heißt es im Fachprofil:


”Biologie ist Zentrierungsfach für eine Reihe von fächerübergreifenden Bildungs- und Erziehungszielen: Familien- und Sexualerziehung: v. a. die Beziehung zum anderen Geschlecht als wichtige Grundlage für Glück und Sinnerfüllung im eigenen Leben; verantwortliche Partnerschaft.”

Nicht die Beziehung zum anderen Geschlecht ist eine wichtige Grundlage für Glück und Sinnerfüllung, sondern die Fähigkeit eine Beziehung grundsätzlich einzugehen, ganz unabhängig vom Geschlecht, um eine Familie zu begründen.


Auch die Jungen Liberalen Bayern sehen die Familie als den wichtigsten Baustein einer freiheitlichen Gesellschaft. Familie ist dabei aber das gemeinsame Zusammenleben von Erwachsenen mit Kindern, in dem die Erwachsenen dauerhaft Verantwortung für die Kinder übernehmen, oder von Erwachsenen, in dem diese dauerhaft Verantwortung füreinander übernehmen. Nur dieses offene Familienbild wird der Wirklichkeit gerecht. In all den verschiedenen Formen, die es heute gibt, nehmen Menschen aus freier Entscheidung Verantwortung füreinander wahr und bilden Verantwortungsgemeinschaften. Deshalb sind diese Verantwortungsgemeinschaften eben- so schutzwürdig wie die klassische Familie. Dies gilt es auch in den Lehrplänen vorurteilsfrei um- zusetzen, um gerade für junge Schwule und Lesben in ihrer Selbstfindungsphase während der Pubertät ein vorurteilsfreies Umfeld zu ermöglichen, das die Hürden zu einem Selbstbekenntnis senkt und die Bereitschaft dazu stärkt.


Meine Werkzeuge
Namensräume

Varianten
Aktionen
Navigation
Soziale Netzwerke
Werkzeuge
Sonstiges