Drogenpapier

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Antrag beschlossen vom 18. LaKo am Unbekannter Zeitraum
Antragsteller: Unbekannte Antragsteller
Gültigkeit: unbefristet


Drogenpapier

Die bisherige Drogenbekämpfungspolitik hat versagt. Sie hat Missbrauch nicht verhindert, weil sie Opfer zu Tätern stempelt und Täter nicht erreicht. Differenzierte strafrechtliche Bewertung und soziale Hilfen sind unabdingbare Voraussetzungen für eine effiziente Bekämpfung des Drogenmissbrauchs. Die Jungen Liberalen Bayern lehnen Drogenmissbrauch in jeder Form ab, weil er: - Menschen an ihrer freien Entfaltung hindert - gesellschaftliche Probleme schafft - die betroffenen Menschen hindert, an der notwendigen Fortentwicklung der Gesellschaft mitzuarbeiten. Es ist nicht Aufgabe des Strafrechts, sondern der Sozialpolitik und der Gesellschaft, Drogenmissbrauch zu bekämpfen. Die Entwicklung, speziell der letzten Zeit, hat gezeigt, dass der Drogenmissbrauch nicht durch Strafverfolgung vom Staat bekämpft werden kann. Wir fordern eine Straffreiheit des Besitzes und Erwerbs aller Drogen zum Eigenverbrauch. Die Jungen Liberalen Bayern fordern die Gesellschaft auf, die Drogen und nicht die Süchtigen zu ächten. Es muss ein gesellschaftliches Bewusstsein für die Gefährlichkeit von Drogen geschaffen werden. Dazu gehören auch Tranquilizer, Aufputschmittel sowie Alkohol und Nikotin. Wir fordern die Abgabe sogenannter "harter" Drogen auf Rezept an die entsprechenden Süchtigen. Die Abhängigen sollen dabei die benötigte Tagesdosis unter kontrollierten Bedingungen erhalten. Der ausstellende Arzt soll auf eine Therapie hinwirken. 6. Bei Cannabis fordern wir eine Teilung zwischen Klein- und Großhandel mit getrenntem Strafrahmen. Dies soll der Justiz die Möglichkeit geben, flexibel vorzugehen. Bei der Therapie fordern wir die Gleichstellung der selbstorganisierten Hilfseinrichtungen mit den behördlich eingerichteten Institutionen. Wir wissen, dass nur ein geringer Bruchteil von Drogenabhängigen erfolgreich entzogen werden kann. Wir unterstützen alle therapeutischen Maßnahmen, die diesen Anteil steigern helfen, lehnen aber staatliche Zwangsmaßnahmen ab. 9. In der Therapie sollen ehemalige Konsumenten mitarbeiten, da dadurch die Wirksamkeit der Therapie gesteigert wird. Die Jungen Liberalen Bayern fordert deshalb dazu auf, verstärkt Therapieplätze zu schaffen, Hierbei muss verstärkt die Resozialisierung der Süchtigen im Mittelpunkt stehen, damit die Gründe für die Drogenabhängigkeit entfallen. Wir fordern die Förderung von Selbsthilfeorganisationen durch Steuerbefreiung und Gemeinnützigkeit, weil so die Unterstützung durch Firmen möglich wird. Die Kosten von Hilfsmaßnahmen für Drogenabhängige, insbesondere die hohen Entziehungskosten, dürfen nicht auf die Angehörigen zukommen. Wir fordern eine ernsthafte, ehrliche und fortdauernde Drogenaufklärung in Zusammenarbeit mit Fachleuten. Wir ächten das "Dopen" von Kindern, um in der Schule fit zu sein. Drogenabhängige dürfen nicht als Sündenböcke der Gesellschaft missbraucht werden. Wir lehnen es ab, Politik mit dem Schicksal von Menschen zu betreiben, sie als Alibi für weitgreifende Zwangsmaßnahmen des Staates zu missbrauchen und ihnen dann nötige Hilfe zu verweigern.

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