Betriebliche Jugendvertretungen

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Antrag beschlossen vom 15. LaKo am Unbekannter Zeitraum
Antragsteller: Unbekannte Antragsteller
Gültigkeit: unbefristet


Betriebliche Jugendvertretungen

Die Situation der Jugendvertretungen hat sich in den letzten Jahren erheblich verschlechtert. Immer mehr Jugendliche beginnen ihre Ausbildung oder ihren Beruf erst nach dem 18. Lebensjahr. So ist die Anzahl der jugendvertreterpflichtigen Betriebe ebenso wie die Zahl der gewählten Jugendvertreter und der Wahlberechtigten kontinuierlich zurückgegangen. Die Jungen Liberalen treten für die Umwandlung der bisherigen Jugendvertretungen in Jugend- und Auszubildendenvertretungen ein, die von allen Jugendlichen unter 25 Jahren gemeinsam gewählt werden. Eine ausreichende Berücksichtigung der besonderen Belange Jugendlicher setzt funktionierende Interessenvertretung voraus. Die bisher gültige Regelung, die von einer Wahlberechtigungsgrenze von 18 Jahren ausgeht, entzieht aber der betrieblichen Jugendvertretung den Boden. Die Jungen Liberalen fordern im einzelnen: Der Kreis der Wahlberechtigten wird auf alle in der Erstausbildung befindlichen Jugendlichen bis zum vollendeten 25. Lebensjahr ausgeweitet. Im Geltungsbereich des Betriebsverfassungsgesetzes bzw. des Bundespersonalvertretungsgesetzes wird die Jugendvertretung in eine Jugend- und Auszubildenenvertretung umgewandelt. Die Rechte und Pflichten der Mitglieder der Jugend- und Auszubildenenvertretung müssen konkretisiert und teilweise ausgebaut werden. Dazu gehört beispielsweise das Recht nach Unterrichtung des Betriebsrates und des Arbeitgebers, Ausbildungs- und Arbeitsplätze zu begehen. Außerdem muss es Jugend- und Auszubildendenvertretungen in Betrieben geben, in denen es keinen Betriebsrat gibt. So kann sichergestellt werden, dass die besonderen Belange von Jugendlichen und Auszubildenen in verstärktem Maße berücksichtigt werden können. Um die Mitglieder von Jugend- und Auszubildenenvertretungen ausreichend zu schützen, müssen auch sie den umfangreichen Kündigungsschutzvorschriften des § 78 a des Betriebsverfassungsgesetzes unterliegen. Volljährige Auszubildende und Arbeitnehmer sollten daneben nach wie vor an den Wahlen zum Betriebsrat teilnehmen können.

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